Behinderte Nasenatmung

Die ungehinderte Atmung durch die Nase ist für den Menschen lebenswichtig. Eine behinderte Nasenatmung oder eine komplett verstopfte Nase kann zu vielfältigen Folgeerkrankungen führen.

Krankheiten durch behinderte Nasenatmung

Eine chronisch verstopfte Nase kann bei langem Fortbestehen zu einer deutlichen Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens führen. Sekundär kommt es zur Mundatmung mit Austrocknung der Schleimhäute in Mundhöhle und Rachen, Ausbildung von zähem Schleim und Entzündungen in verschiedenen Bereichen der Atemwege.

Im Einzelnen können folgende Krankheiten und Symptome Folge einer behinderten Nasenatmung sein:

  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Rachenentzündung
  • Heiserkeit
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Schlafstörungen und Schnarchen
  • Entzündung der unteren Atemwege wie Bronchitis und Asthma
  • Kopfschmerzen, Kieferfehlstellungen und Zahnprobleme

Wie kommt es zu einer behinderten Nasenatmung?

Die Ursachen für eine gestörte Nasenatmung können Verkrümmung der Nasenscheidewand, Schleimhautwucherungen wie Nasenpolypen oder Tumoren, vergrößerte Rachenmandeln (vor allem bei Kindern), allergische Erkrankungen und Verdickungen der unteren Nasenmuscheln. Ein häufiger Grund ist eine chronische Verdickung der Schleimhäute der unteren Nasenmuscheln wodurch die Atemwege in der Nase verengt, bzw. verlegt werden. Die unteren Nasenmuscheln sind schleimhautbedeckte Schwellkörper, deren Aufgabe die Reinigung der Atemluft von Staubpartikeln, sowie die Befeuchtung der Atemluft ist.

Was kann man tun?

Abschwellende Nasentropfen oder Nasensprays sollten nur kurzfristig eingesetzt werden, denn bei langfristiger Anwendung führen sie zur Gewöhnung und zur Schädigung der Schleimhaut. Nasenpolypen werden meistens, wenn sie die Nase komplett verlegen operativ entfernt. Bei sehr ausgeprägten Verschiebungen der Nasenscheidewand ist hier die Operation meistens die Therapie der Wahl.

Wenn die Ursache für die Nasenatmungsbehinderung eine Verdickung der Schwellkörper der unteren Nasenmuscheln ist, gibt es heutzutage schmerzarme minimalinvasive Therapieverfahren.
Bei der schonenden und schmerzarmen Radiofrequenztherapie wird die untere Nasenmuschel verkleinert. Dabei wird unter örtlicher Betäubung eine spezielle Sonde in die Nasenmuschel eingeführt und diese durch Zufuhr von Radiofrequenzenergie verkleinert. Meistens reicht eine Behandlung, nur in seltenen Fällen bei sehr ausgeprägter Vergrößerung der Schwellkörper sind mehrere Sitzungen erforderlich. Der gesamte Eingriff erfolgt ambulant unter örtlicher Betäubung und dauert wenige Minuten. Nach dem Eingriff sind keine wesentlichen Beeinträchtigungen zu erwarten.

Welche Nebenwirkungen sind zu erwarten?

Unmittelbar nach der Behandlung kann die behandelte Nasenmuschel zunächst etwas anschwellen. Gelegentlich kommt es zu leichten Verkrustungen an der Schleimhautoberfläche. Diese heilen in der Regel problemlos ab und sind nach kurzer Zeit verschwunden.

Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne.


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  • Rachenentzündung
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  • erhöhte Infektanfälligkeit
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  • Entzündung der unteren Atemwege wie Bronchitis und Asthma
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